AUTOGENES TRAINING                     


KONZENTRATIVE SELBSTENTSPANNUNG

 

Das Autogene Training  (AT) wurde von dem deutschen Psychiater und Psychotherapeuten

Professor Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) entwickelt.

 

Das Wort autogen bedeutet selbst erzeugt. Die Kombination mit dem Wort Training  weist darauf hin, dass die angestrebten Entspannungszustände durch ein methodisches Training eigenständig hervorgerufen werden können.

 

Im AT erlernen wir aus physiologischer Sicht mit Hilfe von systematisch aufeinander aufbauenden Formel-Suggestionen die Beeinflussung des vegetativen Nervensystems in Richtung eines entspannten Organismus.

 

Das AT macht sich die Kraft intensiver Vorstellungen (Suggestionen) zunutze, um Reaktionen auf vegetativer Ebene auszulösen. Hierzu ein kleines Experiment: Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, Sie beißen in eine saftig-saure Zitrone. Achten Sie darauf, was nun auf vegetativer Ebene geschieht: Ihre Speicheldrüsen werden aktiv und Ihnen läuft das Wasser im Mund zusammen.

PROGRESSIVE MUSKELRELAXATION


MUSKULÄRE ENTSPANNUNG

 

Die Progressive Muskelrelaxation (PMR) geht auf den amerikanischen Arzt und Physiologen Edmund Jacobson zurück,

der diese Methode erstmals im Jahre 1929 für Therapiezwecke einsetzte.

 

Aus der Beobachtung heraus, dass Angst, Unruhe und psychische Anspannung mit einer Anspannung der Muskulatur korreliert und in der Konsequenz ein Ruhezustand mit einer Abnahme des Muskeltonus (Muskelspannung) einhergeht,

entwickelte er die PMR.

 

Das Prinzip der PMR besteht darin, in einer bestimmten Reihenfolge nacheinander die wichtigsten willentlich zu beeinflussenden Muskelgruppen bewusst anzuspannen und unmittelbar darauf  zu ent-spannen, um auf diese Weise

den Unterscheid zwischen Spannung und Entspannung bewusst wahrnehmen zu lernen.

 

Die auf diese Weise kultivierte Sensibilität für den Spannungsgrad der Muskulatur kann somit als eine Art „Frühwarnsystem“ verstanden werden, um bereits die mit einsetzender Belastung einhergehenden muskulären Verspannungen differenziert wahrzunehmen, um diesen gezielt entgegenzuwirken.

Werden Sie still und tauchen Sie ab - zu Ihrer inneren Kraftquelle.

ACHTSAMKEIT


DIE HEILSAME KRAFT - MEDITATIVES VERFAHREN

 

„Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist,

ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.“

(Jiddu Krishnamurti - indischer Philosoph, Autor, Theosoph und spiritueller Lehrer)

 

Achtsamkeit ist also die bewusste Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Moment und bedeutet, diesen

in einer annehmenden Haltung so wahrzunehmen, wie er sich entfaltet – ohne den Moment zu beurteilen,

ihn anders haben zu wollen, sich in ihm zu verlieren oder auf ihn reagieren zu müssen.

In der Achtsamkeitspraxis übt man sich in Gelassenheit: Man übt die Dinge  so sein zu lassen, wie sie sind,

sie anzunehmen und wieder loszulassen. Ferner übt man sich in Gleichmut, also darin,

sich dem Augenblick – wie auch immer dieser sich uns entfalten mag – gleich mutig zuzuwenden,

ohne diesen verändern oder aus Angst vermeiden zu müssen.

 

Regelmäßig praktizierte Achtsamkeit eröffnet uns u.a. die Möglichkeit, Belastungssituationen,

welchen Hintergrund sie auch haben mögen (Stress, Krankheit ...) mit mehr Gelassenheit und Gleichmut

zu begegnen, anstatt uns von ihnen völlig aus der Bahn werfen zu lassen und uns hilflos ausgeliefert zu fühlen.

Durch Annehmen und Loslassen schaffen wir  Distanz zu unserem problemhaften Erleben,

wodurch neue Zugangs-und Lösungswege entstehen und sich unser Handlungsspielraum erweitert.

 "Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt." Leo Tolstoi

DER ATEM


DIE BRÜCKE ZWISCHEN KÖRPER UND SEELE

 

Gefühl und Atmung sind eng miteinander verwoben: Sind wir angespannt, geht unser Atem schnell und flach,

im Entspannungszustand hingegen atmen wir ruhig und rhythmisch.

 

Schätzungen von Fachleuten zufolge atmen mindestens 50 % der Bewohner in Industriestaaten falsch. 

So beispielsweise Personen, die unter Angststörungen oder muskulären Verspannungen leiden,

und nur ca. ein Drittel ihrer Atemkapazität nutzen.

 

Gezielte Atemübungen wirken, je nach Technik, beruhigend oder anregend und führen zu einer tieferen Atmung,

die Zwerchfell, Bronchien und Bronchiolen entspannt und gleichzeitig eine bessere Kohlenstoffdioxid-Entgiftung

der Lunge ermöglicht.

In psychischer Hinsicht fühlen wir uns weniger beengt und, je nach Atemtechnik,  ausgeglichen oder frisch.

 "Je freier man atmet, desto mehr lebt man." Theodor Fontane in " Momente der Ruhe"

KRAFTQUELLE  FANTASIEREISE


IMAGINATIVES VERFAHREN

 

Selten finden wir im Alltag Zeit und Raum, um „nach innen zu gehen“ und neue Kraft zu schöpfen.

 

Fantasiereisen führen uns nach innen: Während der Körper Stück für Stück alle Anspannungen loslässt und

wir innerlich an einen kraftvollen Ort auf Reisen gehen, kommen wir in Kontakt mit unseren inneren Ressourcen

und können auftanken.

 

Wir fühlen uns gelassen, sicher und geborgen, schöpfen neue Kraft und kehren mit diesen Schätzen im Gepäck

frisch und erholt zurück in den Alltag.

 

Bereits Carl Gustav Jung (1875-1961), einer der bedeutendsten Psychologen und Psychiater des 20. Jahrhunderts und Begründer der analytischen Psychologie, machte sich das Potenzial der Vorstellung von Traumbildern zur Persönlichkeitsentwicklung zu nutze.